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Mekong Cruise

11. Februar 2020 –Mekong Cruise von Luang Prabang nach Pak Beng
Pünktlich um 6.30 Uhr holt uns ein Fahrer von Shompoo Cruise ab zu unserer zweitägigen Mekong Kreuzfahrt ab. Shompoo Cruise ist eine sehr vertrauenswürdige Company, wie wir im Vorfeld in den Reviews gelesen haben, so dass wir keine Probleme damit hatten, die Flusskreuzfahrt im Voraus zu bezahlen. Die zweitägige Cruise kostet 130 USD p.P. und enthält Stopps an den Pak Ou Caves sowie in einem traditionellen Dorf. Tatsächlich ist das Boot wesentlich komfortabler ausgestattet als die meisten anderen Boote, die auf dem Mekong verkehren. Schon auf den ersten Metern fällt uns etwas auf, was die meisten Mekong-Reisenden vermutlich kaum bemerken werden: Am Ufer und auf dem Wasser sind kaum Wasservögel zu sehen. Später erklärt uns unser Guide, dass es in Laos grundsätzlich sehr wenige Vögel gäbe, da die Einheimischen Bevölkerung Vögel jeglicher Art mit Hilfe von Fallen fangen oder mit Pfeilen schießen, um sie zu verspeisen.

Zunächst wird ein Frühstück serviert, bestehend aus Croissants und Café. Dann rauscht auch schon die Flusslandschaft an uns vorüber, und wir genießen die laotische Leichtigkeit des Seins! Eine monströse Brückentrasse, die sich über den Mekong spannt, Teil eines Mammutprojektes der chinesischen Regierung, kommt in Sicht. Eine Bahnstrecke von Kunming nach Singapur, die von einem Schnellzug nach französischem oder deutschem Vorbild befahren werden kann, wird in ungefähr zwei Jahren fertiggestellt sein. Das Projekt ist sehr umstritten, zumal auch die arme laotische Regierung sehr viel Geld in das Projekt investiert und die Folgen für die Umwelt, die durch den Bau der Trasse entstehen, unübersehbar sind.

Unsere erste Etappe bis Pak Beng ist 160 Kilometer lang und dauert zehn Stunden. Nach knapp zwei Stunden erreichen wir die Pak Ou Caves, eine der bedeutendsten Kultstätten Nord-Laos. Die obere Höhle muss man sich im Schweiße seines Angesichts erarbeiten, denn sie liegt rund zweihundert Meter höher als der Mekong. Unzählige Treppenstufen führen zur Höhle Tham Theung, vor der eine riesige, dicke Buddha Statue thront. Insgesamt sind in beiden Höhlen rund 4.500 wenige Zentimeter bis einen Meter große Statuen aufgestellt. Die untere Höhle bietet Ausblick auf die Nam Ou Mündung, ein kleiner Zufluss, den wir im Laufe unserer Reise auch noch befahren wollen.

 




Seit heute Morgen habe ich Probleme mit meinem Magen und Durchfall – ich tippe auf verdorbenes Fleisch im gestrigen Restaurant an den Wasserfällen. Da ich bereits in der vergangenen Nacht extrem schlecht geschlafen habe, lege ich mich eine Weile auf eine der Pritschen auf dem Boot und werde abrupt durch einen heftigen Ruck aus dem Schlaf gerissen.
Der Schiffsmotor hat von jetzt auf gleich seinen Geist aufgegeben, wahrscheinlich ist eine Antriebskette gerissen. Der Kapitän lässt das nicht mehr zu navigierende Boot an einen Felsen treiben, um es dort zu vertäuen. Unser Guide Sommey spricht betont beruhigend auf die Passagiere ein. Das Manöver gelingt, und kurze Zeit später erreicht uns ein anderes Boot, mit dem Shompoo Cruise offenbar kooperiert. Schnell verständigen sich die beiden Kapitäne, unser defektes Boot abzuschleppen. Wir steigen auf das andere Boot um. Das defekte Boot wird im nächsten Dorf an Land gebracht, damit der Motorschaden behoben werden kann. Unser neues Boot ist indes nicht annähernd so komfortabel wie das Erste, aber es sind ja nur noch wenige Stunden bis Pak Beng. Mittags gibt es ein Lunch Büffet, das sehr lecker und abwechslungsreich ist.

Wir sitzen eine ganze Zeit lang auf dem Vordeck, da man von hier am besten das Geschehen am Ufer beobachten kann, winkende Kinder, Fischer, die ihre Netze flicken oder Goldwäscher, die dem Sand des Mekongs winzigste Mengen Gold abzuringen versuchen.





Im Sonnenuntergang erreichen wir Pak Beng, und die Passagiere verteilen sich auf die Unterkünfte. Wir haben das
Phonevichit Guesthouse (oder auch Mekong Riverside Lodge genannt) über Shompoo Cruise gebucht. Es liegt am Fähranleger und man hat vom Balkon aus einen Super-Blick auf den Mekong. Die Zimmer sind funktional eingerichtet, verfügen aber über sehr große, wenn auch ziemlich harte Betten. Unser Abendessen nehmen wir in der benachbarten BKC Villa ein, für mich ist aufgrund meines angeschlagenen Magens und mangels Appetit lediglich eine Nudelsuppe und Tee drin!




12. Februar 2020 – Mekong Cruise von Pak Beng nach Houay Xay
Um 6.45 Uhr stehen wir unten am Kai, um die zweite Etappe unserer Cruise anzutreten. Heute hat das Boot noch einmal eine Strecke von 144 Kilometern zu bewältigen. Auf der gegenüberliegenden Uferseite befindet sich das Mekong Elephant Sanctuary und wir bekommen wie erhofft einen Elefanten zu Gesicht, der zum Trinken ans Ufer geführt wird.



Morgens ist es auf dem Boot sehr frisch und es empfiehlt sich unbedingt eine warme Jacke griffbereit zu haben. Immer wieder rauschen an uns extrem laute Speedboote vorbei, die innerhalb eines Tages die Strecke von Houay Xay bis nach Luang Prabang schaffen. Die Boote sind nicht empfehlenswert, da es immer wieder zu Unfällen kommt.

Nach zwei Stunden legt unser Boot am Khmu Village Keng Sa an, dem wir einen Besuch abstatten wollen. In keinem anderen Land in Südostasien leben so viele verschiedene Ethnien wie in Laos, insgesamt rund fünfzig sowie einhundertzwanzig Untergruppen. Im Dorf gibt es keinen Strom und die Behausungen aus Bambus sind bescheiden. Auch ist das Dorf nicht an das Straßennetz angeschlossen. Als Religion ist hier Animismus sehr verbreitet, der Glaube an die Allbeseeltheit der Natur. Vor den Hütten stehen häufig kleine Geisterhäuschen, in denen die Geister, Phi genannt, wohnen. Kleine Gaben stimmen die Phis gütig. Die Schamanen des Dorfes, die ein hohes Ansehen genießen, „behandeln“ Krankheiten verbreitet mit Tieropfern.


Kleine Ferkel wuseln uns quiekend um die Füße herum, während Kinder des Dorfes die Neuankömmlinge interessiert betrachten. Wir laufen zum Schulhaus, wo einige Kinder uns bereits erwarten. Unser Guide Sommey berichtet, der Lehrer, der aus einem benachbarten Dorf kommt, sei schon seit ein paar Tagen nicht mehr in die Schule gekommen - der Grund dafür sei nicht bekannt. Wir verteilen die Bücher von Big Brother Mouse, und Sommey flippt fast aus, als er ein Foto von sich aus jungen Jahren auf einem der Buch-Cover entdeckt. Trotz der immensen Armut der Landbevölkerung – Laos gehört zu den ärmsten Länder der Welt mit einem pro Kopf Jahreseinkommen von gerade einmal 2.500 USD - scheinen die Menschen hier zufrieden zu sein, und man sieht auch in diesem abgelegenen Dorf nur in fröhliche, lachende Gesichter.


 



Im weiteren Verlauf stromaufwärts passieren wir zahlreiche weitere Dörfer. Wasserbüffel kommen zum Strom und nehmen ein kühles Bad in den Fluten des Mekong. Auch auf dem Fluss ist die Abwesenheit der Corona-gebeutelten Chinesen spürbar, denn normalerweise frequentieren chinesische Händler den Mekong. Ihre Waren verkaufen sie zumeist in den angrenzenden Ländern.

 


Der Fähranleger für Slowboats in Houay Xay liegt mittlerweile ein paar Kilometer außerhalb der Stadt. Die Passagiere teilen sich hier auf in diejenigen, die weiter nach Thailand reisen und dem Rest, der in Houay Xay übernachtet. Unser Ziel ist Houay Xay und wir checken erst einmal im Büro des Gibbon Experience ein.

Morgen beginnt unser dreitägiger Dschungeltrip, den wir bereits vor drei Monaten gebucht haben, um das einzige Baumhaus für Zwei zu ergattern. Anschließend lassen wir uns ins River Side Hotel fahren, wobei der Taxifahrer etwas verwirrt ist, da es zwei Hotels mit diesem Namen gibt. Den Fahrern ist eher der alte Name des Hotels bekannt, Phonevichit Guesthouse.

Der neuere Teil des Hotels mit Riverview ist sehr schön, und wir bekommen das mit Abstand beste Zimmer (Nr. 204) mit Privatbalkon und einem umwerfenden Blick auf den Mekong (400.000 Kip). Bei einem Beer Lao genießen wir den Sonnenuntergang direkt vor unserer Nase.

 


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