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Galapagos-Cruise

04.Mai 2018 – Von Guayaquil nach Baltra (Galapagos)
Am Morgen sortieren wir unser Gepäck, um möglichst Übergepäck bei unserem Flug auf die Galapagos Inseln zu vermeiden. Bei Tame sind 20 Kilogramm pro Person enthalten, theoretisch kostet dann jedes Kilogramm zusätzlich 5 USD. Jedoch werden wir beim Check-In feststellen, dass die Fluggesellschaft diesbezüglich absolut großzügig ist. Zunächst müssen wir am Flughafen unser Auto bei Avis zurückgeben. Die Aufnahme unseres Schadens verläuft völlig unproblematisch. Die Avis-Mitarbeiterin erklärt, dass wir Vollkasko gebucht haben und keine Kosten auf uns zukämen.

Vor dem Einchecken auf die Galapagos Inseln muss jeder Fluggast zunächst an einem Schalter ein „Transit Control Document“ für 20 USD kaufen. Anschließend wird das aufzugebene Gepäck durchleuchtet. Pünktlich startet unser Flug nach Galapagos – wir sind in freudiger Erwartung, was wir in den nächsten zwei Wochen erleben werden!

Die Galapagos Inseln liegen im Pazifischen Ozean rund 1.000 Kilometer vom ecuadorianischen Festland entfernt. Sie sind vor vier bis fünf Millionen Jahren durch Vulkanausbrüche unter der Wasseroberfläche entstanden und waren somit niemals mit dem Festland verbunden. Das erklärt die Einzigartigkeit von Flora und Fauna, denn sie konnte sich in Hundertausenden von Jahren nahezu isoliert entwickeln. Die Anzahl der verschiedenen Spezies ist überschaubar, denn alle Arten mussten entweder mit dem Wind oder über die Meeresströmung auf organischem Treibgut die kleinen Eilande über Hunderte oder Tausende von Kilometern erreichen. Die Folge davon ist eine große Anzahl endemischer Arten, die sich unabhängig entwickeln konnte. Die verschiedenen Riesenschildkröten Arten haben sich übrigens ebenfalls auf diese Weise vom südamerikanischen Festland auf den Galapagos Inseln vor zwei bis drei Millionen Jahren angesiedelt. Sie sind Namengeber des Archipels, denn Galapagos heißt auf Spanisch so etwas wie "Wulstsattel", was der Form des Schildkrötenpanzers entspricht.

Das Archipel umfasst dreizehn Hauptinseln, von denen nur fünf bewohnt sind, einige andere können im Rahmen von begleiteten Touren besucht werden. Hinzu kommen noch unzählige kleine Inselchen, die meisten von ihnen haben nicht einmal einen Namen. Die Auflagen für den Besuch der unbewohnten Inseln werden streng reglementiert durch die Galapagos Behörden. So haben beispielsweise die Kreuzfahrtschiffe einen eindeutigen Zeitplan, wann sie sich auf welcher Insel mit ihren Gästen aufhalten dürfen. Die unbewohnten Inseln dürfen von den Booten erst nach 15 Tagen, bzw. nachdem beide achttägigen „Itineraries“ durchlaufen worden sind, erneut angesteuert werden. Die Itinerary C der Fragata gilt als eine der interessantesten und besten Routen überhaupt.
StepMap Galapagos Cruise Fragata


Am Flughafen von Baltra, der sich als erster ökologischer Flughafen der Welt rühmt (wie kann denn bitte schön ein Flughafen ökologisch sein???), erledigen wir unsere Immigration, zahlen die obligatorischen 100 USD Entrance Fee für den Galapagos National Parc. Noch werden die Nachweise über Unterkünfte und Auslandsversicherungsschutz nicht kontrolliert - diese verpflichtende Regelung tritt erst ab 1. August 2018 in Kraft (nähere Infos in unseren Packlisten). Das Gepäck aller Passagiere wird auf dem Transportband von einem Polizeihund nach organischen Materialien, deren Einfuhr strengstens verboten sind, durchschnüffelt. Am Ausgang treffen wir auf unseren Guide Milton. Hier kristallisiert sich auch die Gruppe heraus, mit der wir die nächsten acht Tage auf engstem Raum auf der Fragata Yacht zusammenleben werden. Es ist zum einen eine elfköpfige amerikanische Studentengruppe mit ihrem Professor Kevin, sowie Anna aus Russland. Wir scheinen es mit unserer Gruppe sehr gut getroffen zu haben! Später stößt noch die Brasilianerin Catja hinzu, die ihre Kreuzfahrt verlängert hat und noch eine weitere Woche mit uns mitfahren wird.


Mit dem Bus werden wir zum Anleger auf Baltra gebracht, von dort setzen wir mit dem Panga, ein kleines motorbetriebenes Schlauchboot, über zu unserer Yacht, der Fragata, unserem Heim für die nächsten acht Tage. Milton bringt der Gruppe zunächst die Regeln auf den Galapagos Inseln näher, wie zum Beispiel, grundsätzlich auf den Wegen zu bleiben, bei allen Tieren einen Mindestabstand von zwei Metern einzuhalten und keinerlei organisches Material von den Inseln zu entfernen. Natürlich gehören auch die Sicherheitseinweisungen mit zum ersten Briefing. Und zu guter Letzt proklamiert er noch „Miltons Rule“: „Be optimistic and enthusiastic“, eine Regel, der wir nur allzu gerne folgen wollen!

Schon bei seiner Einführung merken wir, dass wir mit Milton einen sehr erfahrenen, enthusiastischen und gut geschulten Guide erwischt haben. Er ist Ecuadorianer, geboren in Guayaquil und lebt seit 24 Jahren auf den Galapagos Inseln. Seit acht Jahren arbeitet er als Guide, früher auch als Diving-Guide. Dann werden die Kabinen verteilt, wir erhalten, wie bestellt, Kabine Nummer 7 auf dem Oberdeck.


Kurze Zeit später läutet bereits die Glocke zu unserem ersten gemeinsamen Lunch an Board, es gibt Fisch mit Gemüse, Salat und Reis. Wasser, Kaffee und Tee gibt es grundsätzlich kostenlos, weitere Getränke können kostenpflichtig geordert werden.

Die Kabine ist klein aber fein und verfügt über zwei Einzelbetten mit einem Außenfenster. Das Badezimmer mit Dusche ist winzig, aber enthält alles, was man braucht. Letztlich benötigt man die Kabine ohnehin nur zum Schlafen und Duschen, den Rest der Zeit werden wir uns entweder auf dem Sonnendeck aufhalten oder mit einer „Activity“ beschäftigt sein.

Die Fragata hat sich in der Zwischenzeit auf den Weg zur benachbarten Insel Santa Cruz gemacht. Dort ankern wir vor dem kleinen Strand Bachas Beach. Mit dem Panga setzen wir über und mit einer „Wet-Landing“ legen wir am Strand an. Zunächst laufen wir einige Meter den Strand hinauf und sichten sofort die aufregend bunt gefärbten Klippenkrabben (Sally Lightfoot Crabs). Milton meint, „Don´t worry, you´ll see thousands of them the next days!“ Dennoch sind sie ein willkommenes und äußerst attraktives erstes Fotomotiv!



Gleiches gilt für die ersten endemischen Marine-Iguanas, die wir sichten, eine Spezies, die als Landreptilien eine völlig eigene Nahrungsnische auf den Galapagos Inseln gefunden hat: Sie grast Algen von Felsen im Meer ab!

Schon das erste Aufeinandertreffen macht die Besonderheit der Fauna auf den Galapagos Inseln deutlich. Alle Tiere haben eine völlig andere Fluchtdistanz. Sie zeigen keinerlei Scheu vor Menschen, sogar wenn es sich um Arten handelt, die nicht endemisch sind. Ein Great Blue Heron beispielsweise lässt sich seelenruhig von unserer Gruppe aus allernächster Nähe beobachten und fotografieren. Dieser Vogel sei richtig schlau, meint Milton. Er scheint häufig nahezu zu schlafen, beobachtet aber seine Umgebung sehr genau und wartet nur darauf, dass zum Beispiel die kleinen hier vergrabenen Meeresschildkröten-Eier von der wärmenden Sonne ausgebrütet werden. Dann schlägt er erbarmungslos zu.


Später sichten wir in einer Lagune noch Schwarznacken-Stelzenläufer (Black-necked Stilts) die sich ebenfalls bereitwillig fotografieren lassen.

Nun beginnt eine Einweisung in die Technik des Schnorchelns, da einige unserer Mitpassagiere noch keinerlei Erfahrung haben. Unsere neu erworbene Ausrüstung erweist sich als hervorragend und wir empfehlen dringend, sich eigenes Equipment mitzubringen und nicht auf das Material des Bootes zurückgreifen zu müssen. Einen Wetsuite nutzen wir zunächst nicht, da das Wasser angenehm warm ist. Obwohl das Wasser heute alles ziemlich trübe ist, sichten wir mehrere riesige Meeresschildkröten, die mit uns schwimmen sowie zahlreiche bunte Fische, wie zum Beispiel einige Papageienfische. Die Ausbeute kann sich für den ersten Tag doch schon sehen lassen!

Mit dem Panga werden wir zurück an Board gebracht und begeben uns direkt auf das Sonnendeck, wo wir unsere ersten Fregattvögel mit ihren roten Kehlsäcken beobachten. Gleich mehrere Exemplare dieser eleganten Flugkünstler umkreisen das Boot, in der Hoffnung auf eine leichte Mahlzeit von Bord.

Wir haben intensive und anregende Gespräche mit unseren Mitreisenden, die sehr interessiert sind an uns, dem Geschehen in Deutschland und Europa. Natürlich geht es auch wieder einmal um den aktuellen amerikanischen Präsidenten. Es ist schon seltsam, dass alle Amerikaner, auf die wir treffen, kein gutes Haar an ihrem Präsidenten lassen, seine Zustimmung aber in der amerikanischen Bevölkerung noch immer bei unglaublichen 35 Prozent liegt!

Wir sind bereits nach diesen ersten Stunden sehr froh, auf eine solch junge und überaus angenehme Gruppe von Mitpassagieren getroffen zu sein! Es ist auch für uns sehr anregend!

Nach dem Dinner gibt es einen Begrüßungscocktail und es erfolgt die namentliche Vorstellung der Fragata-Crew sowie das Briefing für den nächsten Tag, ein Ritual, das sich allabendlich in den nächsten Tagen wiederholen wird. Morgen werden wir die sehr außergewöhnliche Insel Genovesa ganz im Norden des Archipels ansteuern. Dort erwarten wir, Red Footed Boobies zu sehen, die hier am ehesten auf den Inseln zu beobachten sind. Die Population liegt derzeit bei 100.000, die meisten davon leben auf Genovesa! Später sitzen wir bei einem Gläschen Wein auf dem Oberdeck und beobachten die Milchstraße und Tausende funkelnder Sterne!



05. Mai 2018 – Genovesa
Unser Boot hat über Nacht die siebenstündige Fahrt ganz in den Norden des Archipels nach Genovesa bewältigt und dabei die Äquatorlinie überquert. Wir haben keinerlei Anzeichen von Seekrankheit während der Nacht verspürt, ein gutes Zeichen für den Rest unserer Cruise! Als einzige Gegenmaßnahme haben wir "Sea-Bands" verwendet, ein Armband, das nach Aku-Pressur Methode funktionieren soll.

Um 7 Uhr ist das Frühstück angesetzt, anschließend fahren wir zu den Prince Phillip Steps, einer in die Felswand hinein gebaute Treppe, die auf das vulkanische Plateau von Genovesa führt. Die Insel
ist aus einer vulkanischen Caldera geformt, deren südliche Wand eingestürzt ist - dadurch hat die Insel eine Hufeisenform erhalten. Oben angelangt, sind wir direkt umgeben von zahlreichen Red Footed Boobies, der einzigen Tölpel-Spezies, die in knorrigen Balsambäumen nisten. Die Boobies brüten ihre Jungen nicht etwa wie Hühner mit ihrem Unterfederkleid aus, sondern stehen mit den gut durchbluteten roten Füßen auf den Eiern, um so die richtige Temperatur an die Brut abzugeben.

Ebenso erleben wir eine große Anzahl von balzenden Fregattvögel, die ihren beeindruckenden roten Kehlsack zur Schau stellen, um eines der sie umgebenden Weibchen für sich zu gewinnen. Das Werben um das weibliche Geschlecht ist verbunden mit einem engagierten Schnabelklappern und einem aufgeregten Schnattern (das witzige Balzritual ist in unserem Video zu sehen).



Wir sehen einige tote Nazca Boobies und Milton erklärt, dass sie vermutlich von den sogenannten „Vampire Finches“ getötet worden seien! Wie kann das sein, dass ein so großer Vogel sich nicht gegen einen sehr kleinen Finken wehren kann? Ganz einfach, die Finken halten auch Parasiten vom Federkleid der Nazca Tölpel fern und werden insofern von den Nazcas auf ihrem Rücken toleriert. Aber sie sind halt auch Blutsauger und fügen ihrem „Wirt“ feine Wunden zu, aus denen sie dann das Blut schlürfen! Viele Nazca Boobies haben zur Zeit Jungvögel, die mit ihrem flauschigen Federkleid richtig süß aussehen!




Eine weitere „Vogelleiche“ entdecken wir, und zwar, die eines Galapagos Petrel Jungvogels. Sie ist Opfer geworden einer Short Eared Owl, einer tagaktiven Eule, die aus ihrem Felsenversteck Jagd auf die ahnungslosen Sturmvögel macht. Leider gelingt es uns nicht, eine Eule aufzustöbern.

Später bekommen wir Besuch von Mockingbirds. Unfassbar, dass diese Vögel keinerlei Scheu zeigen und sich auf Armlänge an unsere Gruppe heranwagen! Gerade an den Mockingbirds kann man die Spezifizierung auf den verschiedenen Inseln erkennen. Die Färbung des Kopfes ist auf den verschiedenen Inseln unterschiedlich, wie ein Wandbild einer neuseeländischen Universität in Puerto Ayora verdeutlicht, das wir zu einem späteren Zeitpunkt unserer Reise entdecken.



Wir halten uns nahezu zwei Stunden auf Genovesa auf und sind sehr beeindruckt. Viel zu schnell geht die Zeit herum und wir müssen zu unserem Boot zurückkehren. Aber nur für eine kurze Verschnaufpause, denn die nächste Aktivität
steht bereits auf dem Programm: Ein Schnorcheltripp an das Steilufer Genovesas. Wir sehen zahlreiche bunte Fische, Papageien- und Zebrafische und viele andere. Highlights sind aber eine riesige Schule von gelben Cownose-Rays, ein direkt unter uns schwimmender, riesiger Manta-Rochen, sowie ein Hammerhai, den allerdings nur Katja aus unserer Gruppe sichtet. Welch ein unglaubliches Unterwassererlebnis! Der Manta ist unvermittelt direkt unter mir, und ich bin so aufgeregt, dass ich mit meiner Gopro nur ein schwarz ausgefülltes Bild vom riesigen Körper des Mantas aufnehmen kann!

Nach dem Lunch haben wir zwei Stunden Zeit zum Relaxen an Bord, bevor wir nochmals auf Genovesa anlanden, dieses Mal in der Darwin Bay, einem kleinen Strand am Ende des halbmondförmigen Eilands. Wieder werden wir empfangen vom lautstarken Hochzeitstanz der imposanten "Fregattvögel-Männer", die in voller Schönheit mit aufgeblähtem Kehlsack das weibliche Geschlecht auf sich aufmerksam machen wollen. Beide Arten der Fregattvögel, Magnificient F. und Great F. sind auf Genovesa vertreten. Die Great F. kann man sehr leicht an den grünen Flugfedern identifizieren.



Auch zahlreiche Swallow-tailed-  und Galapagos Lava-Gulls, Red-billed Tropicbirds, Galapagos Tauben sowie einen Yellow-crowned Night Heron entdecken wir bereits an unserem ersten Cruise-Tag - einfach Wahnsinn! Am Ende des Strandes befindet sich bei Ebbe eine kleine Lagune, in der ein juveniler Rochen auf und ab schwimmt. Zwei Baby Galapagos-Seebären schauen uns neugierig an und kommen schnellen „Schrittes“ auf uns zu. Da wir unbedingt die Galapagos-Regeln befolgen wollen, weichen wir zwei Schritte zurück, um den direkten Kontakt zu vermeiden. Seebären gehören zur Familie der Ohrenrobben und galten als ausgerottet, inzwischen hat sich die Population aber erholt, und man schätzt die Anzahl auf ca. 30.000. Später beobachten wir andere Besuchergruppen, die es
mit den Verhaltensregel leider nicht so genau nehmen und den Tieren im wahrsten Sinne des Wortes viel zu nahe auf den Pelz rücken. Leider greift auch der Guide nicht ein – für uns völlig unverständlich!

 
 


Es folgt eine Schnorcheltour vom Strand aus und bereits nach wenigen Metern schwimmen wir eine Armlänge entfernt von mehreren Haien (White-tipped Reef Sharks) und Rochen – was für ein irres Erlebnis! Im weiteren Verlauf entdecke wir noch weitere bunte Fische, aber leider ist das Meer auch heute nicht besonders klar und voller Schwebstoffe.

Vom Boot aus genießen wir den Sonnenuntergang, der den Himmel über Genovesa in Rot- und Gelbtönen einfärbt. Wieder einmal fühlen wir uns sehr privilegiert, solch ein grandioses Schauspiel an einem einzigartigen Ort wie diesem erleben zu dürfen!




Nach dem allabendlichen Briefing und Dinner sitzen wir noch eine Weile mit Catja und dem Steuermann Angelo zusammen und plaudern eine Weile. Catja übersetzt für uns, und wir versuchen unsere paar Brocken Spanisch einzubringen. Die Mitglieder der Crew freuen sich sehr, wenn man Ihnen auf Augenhöhe begegnet. Angelo bietet uns an, uns in die Steuerung des Bootes einzuführen, was wir natürlich nicht ablehnen können. Längst befindet sich die Fragata auf dem Weg in Richtung Bartolomé Island. Kurze Zeit später stehen wir auch schon auf der Brücke und steuern das Boot, bzw. versuchen es auf dem vorgegebenen Kurs zu halten! Hoffentlich fallen nicht gleich alle Passagiere aus dem Bett, weil wir Schlangenlinie fahren! Aber letztlich geht alles gut und Angelo spricht uns ein Sonderlob aus!

06. Mai 2018 – Bartolomé Island und Santiago Island
Ich habe auf unserer Nachfahrt wunderbar geschlafen und bin lediglich kurz aufgewacht, als unser Boot vor Bartolomé gegen 3 Uhr nachts den Anker geworfen hat. Bereits kurz nach dem Aufstehen entdecken wir riesige Haie, White-tipped Reef Sharks und Seelöwen, rund um unser Boot herum - ein gutes Zeichen für den heutigen Tag. Milton hat ein außerplanmäßiges Spezialangebot für uns: Er möchte versuchen, Galapagos Pinguine, die kleinsten und einzigen tropischen Pinguine nördlich des Äquators, aufzuspüren. Sie sind vom Aussterben bedroht und es gibt derzeit lediglich noch eine Population von 1.000 bis 1.500 Stück, die meisten davon leben im westlichen Teil des Archipels. Im gestrigen Briefing meinte Milton: „We are very lucky when we can see just one penguin“ – natürlich wissen wir nur zu gut, dass er damit die Spannung für den Trip steigern möchte.

Bereits um 6 Uhr fahren wir mit den Pangas an die felsige Küste von Bartolomé, da Pinguine frühmorgens am besten zu beobachten sind und wir wieder einmal den Spot ganz für uns alleine haben. Schon nach kurzer Zeit ruft Milton begeistert: Penguins, look into the water!“ Und tatsächlich, wir entdecken einige jagende Pinguine, wenig später präsentiert sich ein weiteres Exemplar an Land auf den Lava-Felsen in voller Schönheit. Es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis, die etwas unbeholfen wirkenden putzigen Gesellen in freier Natur zu beobachten!



Nach dem Frühstück fahren wir auf die unbewohnte Insel Bartolomé – sie ist gerade einmal 100.000 Jahre und damit ebenfalls eine der geologisch jüngeren Inseln. Auf der Insel gibt es einen erloschenen Vulkankrater.

Das wohl am häufigsten fotografierte Motiv der Galapagos Inseln ist der „Pinnacle Rock“, eine Felsnadel, die sich hier aus dem Meer erhebt.  Dabei ist sie von Menschenhand geschaffen worden, und zwar von den amerikanischen Soldaten, die im zweiten Weltkrieg auf Baltra einen wichtigen militärischen Stützpunkt unterhielten.

Über einen Holzsteg, der über dem unwirtlich anmutenden Lavagestein angelegt ist, gelangt man bis zum höchsten Punkt der Insel, einem Aussichtspunkt mit einem kleinen Leuchtturm (114 Meter). Der Panoramablick auf den Pinnacle Rock, die Sullivan Bay, die benachbarte Insel Santiago sowie auf die ankernden Schiffe ist phänomenal.



M
ilton erklärt eine ganze Menge zur Geologie der Insel und zu den unterschiedlichen Lavaformationen. Kleine Galapagos Lava Lizzards kriechen über das unwirtlich wirkende und nur spärlich bewachsene Gelände. Lediglich ein paar trockene endemische Wolfsmilchgewächse und wenige Lavakakteen sprießen hier und da aus dem völlig kargen Lavaboden und es ist kaum zu verstehen, wie selbst diese Pflanzen mit diesen Bedingungen klarkommen.

Zurück auf dem Boot haben wir kaum Zeit zu verschnaufen, denn schon steht die nächste Schnorcheltour auf dem Programm. Direkt unterhalb des Pinnacle Rocks lassen wir uns von den Pangas ins Wasser gleiten, nicht ohne ein paar Verhaltensregeln im Falle eines Aufeinandertreffens mit den hier häufig vorkommenden großen Haien zu erhalten. Das Wasser ist, wie angekündigt, deutlich kälter als gestern, was durch den Einfluss einer anderen Strömung aus Richtung Isabela bedingt ist. Dafür ist die Sichtbarkeit unter Wasser um ein Vielfaches besser. Wir sehen Seesterne, wie den kuriosen „Chocolate Chip“ und andere bunt schillernde Formen. Tatsächlich sichten wir auch einen großen Hai, der gelassen die Gruppe passiert sowie wundervolle Papageienfische, einen kuriosen Bump-Head Fish, junge Manta Rochen und vieles mehr.


Nach dem Lunch haben wir erneut zwei Stunden Zeit zum Relaxen, bevor die nächste Aktivität ruft. Wir wollen noch einmal einen kombinierten Walking-Schnorchelausflug machen - dieses Mal auf Santiago Island in Höhe der Sullivan Bay. Die Landschaft auf Santiago Island unterscheidet sich komplett von den bislang besuchten Inseln. Wir laufen über einen sehr „jungen“ erkalteten schwarzen Lavastrom, gerade einmal 100 Jahre alt. Santiago ist mit 120.000 Jahren generell ein „Küken“ der Galapagos Inseln. An manchen Stellen sind große Gasblasen zu erkennen, die aus der erkaltenden Lava entwichen sind. Die eher rötlichen Felsbrocken älteren Ursprungs, die auf dem schwarzen Lavafluss verstreut liegen, seien „Lava-Bombs“, die durch Eruptionen auf die noch fließende Lava geschleudert worden seien, erläutert Milton. Das ganze Lavagestein ist durchzogen durch tiefe Risse, bedingt durch tektonische Verschiebungen von Erdplatten. An einigen Stellen sind tiefe Löcher entstanden, in die ein ganzer Mensch hineinsteigen kann!



 

Plötzlich sichten wir auf einem kargen Felsen einen endemischen Galapagos Hawk. Er ist ein interessanter Vogel, denn er macht Jagd auf den drei Mal größeren Fregattvogel - allerdings nur an Land, denn in der Luft wäre der geschickte Flieger dem Bussard allemal überlegen.


An der Sullivan Bay starten wir unseren nächsten Schorchelausflug. Gleich zu Beginn sehen wir im Wasser einen Galapagos Pinguin mit Affenzahn an uns vorbeipreschen - kaum Zeit meine Gopro Kamera für diesen Wimpernschlag zu aktivieren. Kurz darauf das nächste Highlight: Ein Seelöwe dreht vor unserer Nas
e seine Runden. Was für ein grandioses Erlebnis, mit einem Seelöwen zu schwimmen! Ansonsten ist das Schnorcheln heute Nachmittag relativ ereignislos. Erst am Ende sichten Anna, Milton und ich – wir schnorcheln ganz am Ende der Gruppe – einen Hai direkt vor unserer Nase, es ist wieder ein jüngerer White-tipped Reef Shark. Er flüchtet sich in eine flache Bucht und der Ausgang ist jetzt durch uns Drei abgeschnitten. Auf diese Weise kann ich ein gutes Video von diesem unvergesslichen Augenblick drehen.

Zurück am Strand sehen wir noch einmal den feinen Unterschied, den ein Guide auf einer Galapagos-Cruise ausmachen kann. Der Guide von der Golondrina, des Schwesterschiffes der Fragata, hält es nicht für nötig, das Schnorcheln seiner Gruppe zu begleiten, hängt anstatt dessen am Strand ab und schäkert mit den jungen amerikanischen Mädels herum. Es ist erstaunlich, aber die ganze Körpersprache der Gruppe ist eine völlig andere als es bei der unsrigen der Fall ist, eher desinteressiert, teilnahmslos und weniger enthusiastisch. Das ist eindeutig in unmittelbarem Zusammenhang mit der Verhaltensweise und das mangelnde Engagement dieses Guides zurückzuführen! Wir sind so dankbar, mit Milton genau das Gegenteil erwischt zu haben. Er reißt seinen Job nicht einfach nur ab, sondern hat sich sichtbar dem Wunder der Galapagos Inseln mit Haut und Haar verschrieben! Wir haben in diesen ersten Tagen so viel gelernt und uns von Miltons Feuer regelrecht infizieren und auch inspirieren lassen!


Vor dem Briefing und Abendessen haben wir noch ein anregendes Gespräch mit Joseph, einem der amerikanischen Studenten. Die komplette Gruppe hat einen christlichen Background und die George Fox University, die sie besuchen, wurde einst von dem gleichnamigen Quäker begründet. Joseph gehört ebenfalls zur Gruppe der Quäker und zusammen mit Anna und Katja fragen wir ihn über sein Leben und diese religiöse Gemeinschaft aus. Interessant ist seine Information, dass alle Schüler, bevor sie in die University eintreten, eine Erklärung unterschreiben müssen, die ihnen Alkohol, Drogen und auch Sex vor der Ehe verbietet - in Deutschland ein völlig unvorstellbares Szenario!

Wir bewegen uns mittlerweile in Richtung South Plaza Island, begleitet von Fregattvögeln, die über uns ihre eleganten Flugbahnen drehen. Beim Briefing erfahren wir, dass die Nationalparkbehörde das Schnorcheln rund um Santa Fe untersagt hat, da es in den letzten Wochen drei Attacken mit Haien gegeben habe. Vermutlich ist der Grund dafür, dass vor Santa Fe besonders viele Robben vorkommen und daher die ganze Region ein beliebtes Jagdgebiet für große Haie ist. Alle Unfälle sind im Prinzip auf „Verwechslungen“ der Jäger zurückzuführen, denn Menschen stehen nicht unbedingt auf dem Speiseplan von Haien. Milton erklärt, dass grundsätzlich auch nur Schnorchler angegriffen worden sind, die von der Gruppe separiert geschwommen sind. Ein Hai würde nie einen Schwimmer in einer kompakten Gruppe attackieren!


07. Mai 2018 – South Plaza Island und Santa Fe Island
In der Nacht sind wir noch einige Seemeilen zu unserer heutigen Destination weitergefahren. Das Meer war sehr unruhig und hat uns kräftig durchgeschüttelt. Umso erstaunlicher, dass wir nach wie vor keinerlei Anzeichen von Seekrankheit zeigen. Wir nehmen noch immer keinerlei Medikamente, sondern tragen bei Nacht lediglich unser Sea-Band. Ich kann so gut schlafen, wie ich es ansonsten nicht gewohnt bin!

Die Plaza Inseln sind Zwillingsinseln, die nur wenige hundert Meter voneinander entfernt liegen. Auf beiden Inseln befindet sich eine exakt identische Flora und Fauna, allerdings ist derzeit nur South Plaza für den Besucherverkehr geöffnet. Die Plazas sind nicht durch vulkanische Eruption entstanden sondern durch Anhebung des Meeresbodens.

Auf South Plaza Island haben wir eine „Dry-Landing“. Die Insel ist bewachsen mit endemischen Kakteen (Giant Prickly Pear Cactus) und rotgefärbten Sesuvien, eine Pflanze mit wasserspeichernden, dickfleischigen Blättern, die sich in der Trockenzeit rot verfärben und dadurch die gesamte Insel einfärben.






South Plaza ist eine Insel der Seelöwen, überall sind auch niedliche Jungtiere anzutreffen. Man weiß kaum, wohin man seine Kamera zuerst ausrichten soll.
Wir wenden uns heute eher den Land- und auch Marine-Iguanas zu, von denen hier jeweils eine große Population lebt. Als die Iguanas vor Hundertausenden von Jahren auf den Galapagos Inseln eintrafen, fanden sie nichts weiter vor als unwirtliches Lava-Gestein mit minimalem kargen Bewuchs, von dem sie sich nicht ernähren konnten. Im Meer gab es genug Nahrungsquellen, so dass die Iguanas den Weg ins Meer fanden, um dort Felsen von Algen abzugrasen. Heutzutage unterscheiden sich die beiden Spezies in ihrem Aussehen deutlich. Land- und Meerechsen haben gemeinsame Vorfahren, beide Linien haben sich aber vor 4,5 Millionen Jahren getrennt.

Während die Landechsen lebhaft gelb gefärbt sind, ist die Färbung der Marine-Iguanas gräulich-schwarz. Die dunkle Farbe hift ihnen dabei, sich nach Tauchgängen im kalten Meer in der Sonne schnell wieder aufzuwärmen. Der Schwanz ist eher länglich geformt, um sich im Wasser besser fortbewegen zu können, während die
Schwänze der Landechsen eher rund geformt sind. Auch das Gebiss ist komplett anders aufgebaut. Land-Iguanas haben deutlich längere und kräftigere Zähne, mit denen sie die Nahrung an Land, zum Besipiel fleischige Kakteenblätter, besser verarbeiten können. Die Klauen sind ebenfalls der jeweiligen Lebensweise angepasst. Während Landechsen mit ihren Klauen Kakteen erklimmen müssen, geht es bei den Marine-Iguanas um das Fortbewegen unter Wasser. Interessant ist, dass es auch Hybriden zwischen beiden Formen gibt, deren Merkmale genau zwischen den beiden Arten liegen.





Wir bestimmen auch einige Galapagos Finken, den Large Ground Finch, den Cactus Finch sowie den Yellow Warbler. Ebenso sichten wir einen endemischen Lava-Heron, der sich vor uns aufbaut und posiert.



An den Steilklippen nisten Tausende von Seevögeln. Dort werden wir Zeuge, wie ein Fregattvogel einem Nazca Boobie seine Beute im Flug abspenstig macht. Fregattvögel produzieren nicht in dem Maße Öl für ihr Gefieder, wie das bei anderen Wasservögeln der Fall ist. Wasser perlt nicht an ihrem Gefieder ab, was ihnen das Eintauchen ins Wasser unmöglich macht. Aus diesem Grund können Fregattvögel nicht im Meer nach Fischen jagen. Ins Wasser gefallene junge Fregattvögel können sogar sehr leicht ertrinken!

Lediglich siebzehn Seemeilen liegen zwischen den Plaza Inseln und Santa Fe, die wir nunmehr ansteuern. Die östlicher gelegenen Inseln sind die ältesten des Archipels, so auch Santa Fe, ein flaches Lava-Plateau und ebenfalls eine der unbewohnten Inseln. An dem kleinen Strand, an dem wir anlanden, liegen unzählige Seelöwen, auch sehr viele Babys, die permanent auf der Suche nach ihrer Mutter sind. Dabei watscheln sie auch auf unsere dunklen Schatten zu, da sie diese für Artgeneossen halten. Seelöwen können alle zwei Jahre ein Junges zur Welt bringen. Die vielen Seelöwen locken natürlich auch Haie in die Bucht, die auf einen kleinen Snack lauern. Ein großer Seelöwen-Bulle liegt im Wasser und hat seinen Harem offensichtlich gut unter Kontrolle. Er schmeißt den Kopf nach hinten und grunzt vor sich hin, als wolle er sagen, „... schaut her, ich bin der Größte und Schönste“!



Wir wenden uns dem Inneren der Insel zu. Hier wachsen bis zu zehn Meter große Baumopuntien, die größten des gesamten Archipels, teilweise 40 bis 60 Jahre alt. Die Kakteen können zwei Jahre ohne einen Tropfen Wasser auskommen. Ihr Inneres ist schwammartig und kann sehr viel Wasser speichern. Eine Vielzahl der Baumkakteen ist bei dem El Niño in den 60er Jahren zu Grunde gegangen, weil eine große Menge Regen zum Aufblähen der Bäume geführt hat, die dann praktisch an ihrer eigenen Last in sich zusammengefallen sind.

Die hier vorkommenden endemischen Land-Leguane können bis zu 1,50 Meter groß werden und sind ausschließlich auf Santa Fe anzutreffen! Sie sind sehr viel heller gelb gefärbt als alle anderen Galapagos Leguane und haben einen deutlich kräftigeren Rückenkamm. Wir beobachten ein Exemplar, wie es genüsslich Blüten verspeist.



An der nächsten Ecke warte bereits ein bunter Grashüpfer auf uns. Und so gibt es auf der gesamten Insel eine ganze Menge wundersamer Dinge zu entdecken.

Die skurrilen Baumkakteen sorgen in Kombination mit der türkisfarbenen Bucht für ein malerisches Panorama.
Es ist ein Jammer, dass wir nicht in dieser wundervollen Bucht schnorcheln können! Im glasklaren Wasser tummeln sich Seelöwen und natürlich auch Haie. So scannen wir zumindest die Bucht vom Panga aus ab und versuchen Schnappschüsse von den luftholenden Meeresschildkröten zu schießen.

Das anschließende Anlanden auf der Fragata ist nicht so ganz einfach, da die Pangas von den hohen Wellen auf und ab geschleudert werden. Schließlich gelangen aber alle Passagiere unversehrt auf der Yacht an.

Durch die unruhige S
ee verabschiedet sich die Hälfte der Gruppe wegen Seekrankheit beim Abendessen – uns geht es nach wie vor ausgesprochen gut, und wir sitzen später noch eine Weile auf dem Oberdeck bei einem Sundowner und bewundern nach Sonnenutergang den phantastischen Sternenhimmel mit einer gut sichtbaren Milchstraße, während am Horizont die Lichter von Puerto Barquerizo Moreno, dem Hauptort von San Christobal, an uns vorbeiziehen.



08. Mai 2018 – San Christobal

Am frühen Morgen um 6 Uhr sind wir an einem der Schnorchel-Hotspots der Galapagos Inseln: Am Kicker Rock vor der Insel San Christobal. Dieser markante Felsen wird auch Leon Dormido, der schlafende Löwe, genannt. Kein anderes Boot ist wieder einmal so früh auf den Beinen wie wir, so dass wir diesen magischen Ort völlig für uns alleine haben.
Der Leon Dormido wird ohne Zweifel zu unserem Schnorchel-Highlight auf Galapagos.

Eine senkrecht aufsteigende Felsnadel ist getrennt vom Rest des imposanten Felsens. Direkt vom Panga gleiten wir ins Wasser und schwimmen zwischen dem Felsdurchbruch hindurch. Sofort sind wir umgeben von Sea Turtles, mit denen wir eine Weile schwimmen können. Die senkrechten Felswände schillern unter Wasser in allen Farben, und aus jedem noch so kleinen Felsvorsprung luken die Augen der buntesten Fische hervor. Kleine Jelly-Fishes sind um uns herum und lassen die Haut überall etwas brennen – nicht schlimm und angesichts der unfassbar schönen Unterwasserwelt nehmen wir es billigend in Kauf. Auch schwimmen wir wieder mit Seelöwen und später sichten wir eine ganze Gruppe von Haien, die unter uns ihre Bahnen zieht. Corinna sieht zusammen mit Milton sogar noch einen Hammerhai, für die diese Gegend besonders bekannt ist. Der Rest der Gruppe kommt heute leider nicht in den Genuss!

Unmittelbar nach dem Frühstück an Bord brechen wir zu unserer zweiten Aktivität des Tages auf. Cerro Brujo auf San Christobal ist ein unwirklich schöner weißer Sandstrand – er ist ausschließlich vom Wasser aus erreichbar. Am sehr feinen, fast pudrigen Sand kann man erkennen, dass San Christobal eine der ältesten Inseln des Archipels ist. Wenn Genovesa zum Beispiel gerade einmal 300.000 Jahre alt ist, so gibt es San Christobal oder auch Española schon zehn Mal so lange! Wir laufen den Strand hinunter und entdecken Marine Iguana, die sich am Saum des Wassers wärmen. Überall stürzen Pelikane und Boobies senkrecht hinab ins Meer, um Fische zu jagen. Später schnorcheln wir noch in der Nähe des Strandes, dieser Abschnitt ist allerdings relativ unspektakulär.






Weiter geht´s nach Lobos Island. Hier brüten zahlreiche Blue footed Boobies. Ebenso wie die Red Footed Boobies stehen die Elterntiere auf den Eiern, um über ihre großen blauen Füße die richtige Temperatur beim Brüten abzugeben. Allerdings können sie bis zu drei Eier ausbrüten (...und wir sehen sogar einen "Rekord-Booby mit drei Eiern!"), während die Red Footed Boobies immer nur ein Ei legen. Unter einigen Müttern sind auch bereits gerade geschlüpfte, schrumpelige Küken auszumachen, die kaum ihre Augen aufbekommen.

Einige der erwachsenen Boobies haben offenbar noch nicht den Partner zum Paaren gefunden und tanzen vor ihrer Auserwählten auf und ab - ein regelrechtes "Booby-Ballett"! Die Chancen der Männer beim weiblichen Geschlecht hängen von drei Faktoren ab:

1. Von den schönsten blauen Füßen

2. vom schwungvollsten Tanz
3. vom eindrucksvollsten „Gesang“!

So einfach ist das Liebesleben der Blue-Footed Boobies!

 



Mit den Pangas fahren wir zurück zum Boot, ziehen uns schnell um und fahren dann in die türkisfarbene Lagune für einen weiteren Schnorchelgang. Wir sind kaum im Wasser, da werden wir auch schon umkreist von neugierigen Seelöwen. Das Wasser ist kristallklar, so dass sich die verspielten Gesellen wunderbar beobachten lassen. Manche scheinen uns regelrecht erschrecken zu wollen, in dem sie mit Affenzahn auf uns zugeschnellt kommen und erst im letzten Moment abdrehen. Mindestens ein halbe Stunde lang schwimmen wir inmitten der Seelöwen und können uns kaum sattsehen.

Milton hat weiter im Innern der Lagune Sea Turtles entdeckt, so dass wir in seine Richtung schwimmen. Die Meeres-Schildkröten sind aber plötzlich gar nicht mehr so interessant, da ich direkt unter mir einen grasenden Marine-Iguana entdecke! Das wollte ich unbedingt sehen! Evolution Live erlebt! Es ist grundsätzlich faszinierend, dass sich ein Land-Reptil aufgrund von Umwelteiflüssen ins Wasser begibt und eine solch lange Zeit unter Wasser sein kann, um am Meeresgrund die Felsen abzugrasen! Schließlich besitzen Iguanas keine Kiemen! Milton meint später, dass er seit zwei Jahren auf Lobos Island keine Marine-Iguanas mehr gesehen habe.


Wie immer gibt es nach dem Tauchgang einen kleinen Snack und ein erfrischendes Getränk. Dazu wird ein feuchter, warmer Lappen gereicht wie auf einer Luxus-Yacht! Auch werden nach jeder Schnorcheltour frische Handtücher bereitgestellt, ein wirklich bemerkenswerter Service! Nun freuen wir uns, dass wir einen kurzen abendlichen Bummel durch Puerto Barquerizo Moreno auf San Christobal machen können. Insbesondere freuen wir uns für unseren Guide Milton, der kurz seine Familie besuchen möchte, denn seine jüngste Tochter hat heute Geburtstag. Es ist für ihn die einzige Chance, seine Familie in nächster Zeit zu sehen, da er bereits eine Anschlusstour mit einer anderen Company bestätigt hat. Während der Fahrt bemerken wir plötzlich, dass unser Boot am Hafen vorbeifährt. Wir werden zu einem außerordentlichen Meeting gebeten und dort verkündet Milton, der Captain und er hätten einen langjährigen Disput und aus diesem Grund wolle der Captain ihm nicht den Gefallen tuen, in San Christobal einen außerplanmäßigen Stopp einzulegen. Kevin, der Lehrer der amerikanischen Studenten und Catja, die gut Spanisch spricht, wirken auf den Captain ein, und nachdem wir bereits über eine Stunde hinter San Christobal sind, willigt er schließlich ein, doch noch umzukehren. Milton ist uns für die Intervention unendlich dankbar und wir sind froh, dass er nun doch noch seine kleine Tochter zum Geburtstag überraschen kann. Die Stimmung war bei allen Teilnehmern kurzzeitig auf den Nullpunkt gesunken!

Wir laufen durch ein paar Souvenirshops, kaufen T-Shirts mit Boobies auf dem berühmten "Abbey-Road Zebrastreifen" und trinken dann mit Anna und Catja in einer Bar an der Mole einen Cocktail. Anschließend schauen wir uns noch eine Weile das lustige Treiben der unzähligen Seelöwen an, die sich zum Schlafen überall im Molengebiet ausgebreitet haben.


09. Mai 2018 – Española

Española ist die südlichste Insel des Archipels und gehört zu den sehr alten Inseln des Archipels (3 Mio. Jahr). Sie war für uns vor der Buchung ein gesetztes Ziel der Kreuzfahrt, da wir unbedingt die „Waved Albatrosse“ sehen wollten. Voller Vorfreude steuern wir mit dem Panga den Punta Suarez an. Hunderte von Marine Iguanas räkeln sich auf den schwarzen Felsblöcken in der Sonne. Sie sehen auf Española komplett anders aus, als auf den anderen Inseln. Sie werden auch „Christmas Tree Marine Iguanas“ genannt, da sie in der „Mating Season“ intensiv rot und grün gefärbt sind. Davon ist derzeit lediglich ein Rotschimmer an den Flanken am am Kopf übriggeblieben.

Natürlich haben auch wieder einige Seelöwen die Landungsmole okkupiert, so dass wir sie durch „in die Händeklatschen“ zur Seite komplimentieren müssen, um passieren zu können. Auch die endemischen Española Mockingbirds sehen wir, die größte aller Galapagos Mockingbird Arten!

Oder aber die dramatisch rot gefärbten Lava-Lizzards - merkwürdiger Weise tragen bei dieser Spezies die Weibchen die auffällige Farbe, während die wesentlich größeren Männchen unscheinbar dunkel gefärbt sind.



Unser Hauptinteresse gilt aber natürlich den Albatrossen, die Ende März hierher kommen und bis Anfang Dezember zur Aufzucht ihrer Brut verweilen.
Dann sind die Jungtiere flugfähig und verlassen die Insel. Sie verbringen anschließend sechs Jahre auf hoher See, bevor sie zurückkehren und ihrerseits in einem ewig währenden Kreislauf einen Partner auf Espanola suchen.

Waved Albatross Paare sind monogam und bleiben in der Regel ein Leben lang zusammen.
Der derzeit überall stattfindende Hochzeitstanz ist ein einzigartiges Erlebnis. Stundenlang beschnäbeln sich die Partner, er tanzt vor ihr auf und ab und stimmt ein nicht enden wollendes, heulendes Hochzeitslied an (vgl. auch unser Video). Stundenlang könnte man dem Schauspiel zusehen, doch die Zeit drängt, unsere Zeit auf Española ist, wie auf den anderen unbewohnten Inseln auch, begrenzt.




Die Steilküste auf Española wird als „Airport“ für die Albatrosse bezeichnet. Denn von hier aus starten sie ihre Flüge - dabei weisen sie eine imposante Spannweite von bis zu 2,40 Meter auf. Hier befindet sich auch das Hueco Soplador (Blow-Hole), eine bis zu zwanzig Meter hohe Wasserfontäne, die durch den Druck der Brandung auf einen kleinen Kanal in den Felsen entsteht.

Nach dem gestrigen anstrengenden Tag voller Aktivitäten, sind wir ganz froh, heute vor und nach dem Lunch Zeit zum Chillen an Bord zu haben. Die Gardner Bay ruft erst wieder um 14 Uhr. Erneut haben wir eine Wet-Landing an einem schneeweißen Puder-Sandstrand wie aus dem Bilderbuch! Unvermeidlich döst auch hier eine große Seelöwen-Kolonie am Strand. Corinna macht dem Seelöwen-Bullen in ihrem Wetsuite echte Konkurrenz, der straft sie allerdings mit Missachtung!

Natürlich gibt es wieder viele Dinge zu entdecken, wie zum Beispiel Austernfischer, die am Spülsaum auf fette Beute hoffen. Wir laufen die Gardner Bay hinunter bis zum Ende und betrachten erneut fasziniert grasende Marine Iguanas auf den aufgrund der Ebbe nahezu trocken liegenden und von Algen begrünten Felsen.

Die Schnorcheltour führt uns heute hinaus zu einem vorgelagerten Felsen. Unterwegs sichten wir einen Tiger-Snake-Eal und einen großen Hummer, der sich unter einem Felsvorsprung versteckt. In einer Höhle schlafen zwei White-tipped Reef Sharks auf dem Grund, mehr oder weniger auf einem riesigen Sting-Ray liegend. Erst durch unsere Bewegungen erwachen die Haie und schwimmen vor unserer Nase eine kleine Ehrenrunde. Später entdecken wir noch zwei große Sea Turtles, die auf dem Meeresboden grasen. Was für ein Glück wir erneut bei dieser Schnorcheltour haben!

Nach dem Abendessen macht sich unser Boot auf den Weg zu unserer nächsten Destination, Floreana Island, eine der vier bewohnten Inseln, die ungefähr sechs Stunden auf See von Española entfernt liegt.




10. Mai 2018 – Floreana Island und Santa Cruz

Der erste Teil der Nacht war turbulent und wir sind kräftig durchgeschüttelt worden. Dennoch fühlen wir nach wie vor keinerlei Anzeichen von Seekrankheit. Wir landen auf Floreana Island am Punta Cormorant erneut sehr früh an, um in einer Lagune Flamingos zu beobachten. Lediglich 500 Flamingos leben derzeit auf den Galapagos Inseln. Die Lebensbedingungen sind alles andere als optimal, daher bleibt die Population auf den Inseln überschaubar. Schon vom Panga aus sehen wir Flamingos über der Insel schweben. Und tatsächlich sind die prachtvoll gefärbten Vögel auch in der Lagune.

Milton gibt einige Erläuterungen zur Flora der Galapagos Inseln. Alle endemischen Blüten sind entweder gelb oder weiß, was unmittelbar mit den Vorlieben der Bestäuber zusammenhängt. Die Galapagos Bienen werden zum Beispiel von der Farbe Gelb angezogen. Auf der Rückfahrt mit den Pangas zum Boot erleben wir einen nahezu makellosen Regenbogen über dem Eiland.


Noch vor dem Frühstück unternehmen wir einen letzten Schnorchel-Trip an der Corona del Diablo, einem halb versunkenen Vulkankegel, dessen zackige Spitzen wie eine Krone aus dem Meer ragen. Tausende bunte tropische Fische und Seesterne sind in der Unterwasserwelt zu bewundern, ebenso unzählige Haie.

Wir haben nunmehr eine vierstündige Fahrt auf dem Boot vor uns, um unser nächstes Ziel zu erreichen, Santa Cruz. Santa Cruz hat 20.000 Einwohner, Zweidrittel der Galapagos Gesamtbevölkerung.

Nahezu jede Kreuzfahrt muss Station in der Darwin Station in Puerto Ayora machen. Hier beschäftigen sich 200 Wissenschaftler und Freiwillige mit „Conservation Projects“. Charles Darwin ist natürlich in der ganzen Anlage allgegenwärtig. Hervorzuheben ist insbesondere das Zuchtprogramm für Riesenschildkröten.


Dass Darwin seine Evolutionstheorien auf den Galapagos Inseln entwickelte und diese ausschließlich auf den Forschungen zu seinen berühmten Darwin-Finken basierte, ist ein Irrtum. Darwin verbrachte lediglich fünf Wochen auf dem Archipel und nur ein Prozent seines berühmten Werkes „Die Entstehung der Arten“ ist den Galapagos Inseln gewidmet. Auf jeglichen Merchandising Artikeln ist Darwin natürlich ein Verkaufsschlager und darauf sind Zitate zu finden wie zum Beispiel:
„It is not the strongest of the species that survive, nor the most intelligent, but the one most responsive to change“. Ein sehr kluger Ausspruch, der zum Phylosophieren anregt!



Vom Anleger ist es ein gemütlicher Spaziergang von knapp 30 Minuten zur Station. Über einen Pfad durchläuft man mehrere Ausstellungsräume und erfährt etwas über die Arbeit sowie über Galapagos im Allgemeinen. Es wird dokumentiert, dass Seefahrer einen entscheidenden Anteil an der Dezimierung von Riesenschildkröten hatten, denn sie verfrachteten Riesen-Schildkröten zu Hunderttausenden als lebendes Frischfleisch auf ihre Boote. In einem klimatisierten Raum ist das Präparat des legendären „Lonesome George“ hinter Glas zu bewundern, um es mmöglichst lange zu erhalten. Bis zu seinem Tod im Jahr 2012 haben Wissenschaftler verzweifelt versucht, ein weibliches Pendant für Lonesome George, den vermeintlich letzten Vertreter der Spezies „Pinta“, zu finden, um die Art zu erhalten. Jegliche Paarungsversuche, auch mit verwandten Spezies missglückten, so dass die Art nunmehr als ausgestorben gilt. Lonesome George gehört zu den Riesenschildkröten Spezies mit gewölbtem Panzer ("Saddlebacks"), der ihnen die Futteraufnahme
in höheren Regionen ermöglicht, während Arten mit ungewölbtem Panzer ("domed") ihr Futter ausschließlich am Boden finden.

In Freigehegen leben verschiedene Riesenschildkröten, sortiert nach Inseln, mit dem Ziel, die verbliebenen Spezies zu erhalten und sie auch wieder in ihr natürliches Habitat auszuwildern. Im Informationscenter gibt es eine Schautafel, die eine Übersicht über den Lebensraum aller Riesenschildkröten Arten gibt, auch derer, die bereits ausgestorben sind.


Wir verbringen noch einige Zeit in Puerto Ayora, das auf den ersten Blick nicht gerade einen übermäßig einladenden Eindruck vermittelt. In der Travel Agency Galapagos Evolution Dreams direkt am Anleger kaufen wir unser Roundtrip-Ticket nach Isabela und handeln sogar noch einen Sonderpreis von 50 USD p.p. aus.

Zurück auf dem Boot beobachten wir rund um das Schiff eine große Anzahl von Black-tipped Reef Sharks sowie Golden Cownose-Rays. Der Rumpf unseres Bootes wurde gerade gesäubert von allerlei Getier, das sich im Laufe der Zeit dort festgesetzt hat. Ein Festmahl für die Rochen und Haie!



Der Farewell Cocktail und Abschiedsabend ist richtig emotional. Milton hat für uns ein kleines Video unserer Tour zusammengeschnitten – bei dem einen oder anderen kullern Tränen der Rührung!

Mit einem Cocktail verabschiedet sich auch die Crew von uns, nicht ohne ein Riesen-Dankeschön aller Passagiere für das große Engagement und den vorzüglichen Service an Bord in Empfang zu nehmen. Das häufig so gerügte Procedere zum Tipping der Crew und des Guides ist dezent, und jeder Passagier kann in einem vorbereiteten (und nicht personalisierten) Umschlag das Trinkgeld geben, was er für angemessen hält (empfohlen wir ungefähr insgesamt 5 % des Cruise-Preises pro Paar).




11. Mai 2018 – North Seymour Island und von Santa Cruz nach Isabela
Eine letzte Insel besuchen wir heute in aller Herrgottsfrühe, North Seymour Island, unmittelbar vor Baltra gelegen. Ein bisschen Wehmut beschleicht alle Teilnehmer, da es unwiderruflich unsere letzte gemeinsame Tour ist. North Seymour ist lediglich zwei Quadratkilometer groß und die Vegetation erinnert uns ein bisschen an Genovesa. Sie besteht überwiegend aus Palo Santo Bäumen, die zehn Monate im Jahr wie abgestorben aussehen. Lediglich im Februar und März, wenn ein wenig Niederschlag fällt, beginnen die Bäume zu treiben.

Auf den zarten Büschen haben die großen Fregattvögel ihre Nester gebaut, es ist allerdings überwiegend eine andere Spezies als auf Genovesa, Magnificent Frigatebirds. Die Great Frigatebirds sind etwas kleiner und weisen bläulich schimmernde Flugfedern auf, während sie auf North Seymour einheitlich schwarz sind. Auch hier sehen wir wieder einige balzende Männchen mit einem imposant aufgeblähten Kehlsack, der deutlich intnesiver gepunktet ist als bei den Giant Frigatebirds. Auf North Seymour sind auch bereits einige Fregatt-Küken geschlüpft.


Auch brüten auf der Insel Blue Footed Boobies, die sich einen unspektakulären Brutplatz gebaut haben, in dem sie einen Kreis mit dem Schwanz auf dem Boden ziehen und ihn notdürftig mit Federn ausstatten. Dieses Territorium stellt den Wohnbereich für die geschlüpften Mini-Boobies dar. Sie sind mit ihrem flauschigen Federkleid richtig süß! Wie auf den meisten anderen unbewohnten Inseln führt ein markierter Pfad über die Insel und es ist strikt verboten diesen zu verlassen.





Es ist Zeit, North Seymour zu verlassen und zum Boot zurückzukehren. Ein letztes Frühstück und ein letztes emotionales Dankeschön von Milton an die Gruppe. Er bezeichnet uns als die beste Gruppe, die er je geführt hat. Auch wenn er sicherlich für jede Gruppe ähnliche Worte findet, steckt doch eine gewisse Portion Wahrheit dahinter! Wir haben Milton richtig ins Herz geschlossen und er ist eine dieser starken Persönlichkeiten, die uns auf unseren Reisen ein Stück weit geprägt haben. Er hat es geschafft, in uns ein Feuer und auch Liebe für das großartige Naturwunder der Galapagos Inseln zu entfachen.



< Durch die Anden                                                                                          Galapagos-Isabella >



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