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E - La Palma 2018

Zum zweiten Mal verschlägt es uns auf die Insel La Palma, „La Isla Bonita“, für uns ebenfalls die schönste Kanaren-Insel. Mit Eurowings fliegen wir ab Hamburg direkt auf das kleine Eiland, das wir 2014 bei unserem ersten Besuch lieben gelernt haben. Dieses Mal haben wir uns in ein traumhaftes Haus in Tijarafe einquartiert, das Casa Alex, das nur hundert Meer oberhalb des Casa Tota, unserem damaligen Quartier, liegt.



3. November 2018
Wie üblich haben wir einen kleinen Mietwagen über
Billiger-Mietwagen.de  gebucht und erhalten über die Avis Station am Flughafen einen relativ neuen Citroen C 3. Auf der Fahrt vom Flughafen machen wir im Super Spar in Los Llanos halt, um den Ersteinkauf zu erledigen. In der benachbarten „Boutique de la Carne Valentin“ kaufen wir noch Schweine-Koteletts, die eine ähnliche Qualität wie die von Iberico-Schweinen haben sollen, sowie ein ganzes Kaninchen – Dinner-Planung für die ersten Tage!

Inhaber Alex erwartet uns an seinem Haus in Tijarafe und tatsächlich erfüllt es alle Erwartungen, die wir darin hegen: Das Casa Alex bietet einen unverbauten Blick auf den Barranco de los Gomeros und das davor liegende glitzernde Meer – einfach nur traumhaft! Bei der Ausstattung merkt man, dass das Casa in deutscher Hand liegt – es mangelt einfach an nichts! Die Küche ist hervorragend ausgestattet und auch Schlafzimmer und Wohnzimmer sind geschmack- und liebevoll eingerichtet. Der beheizte Pool und die Außenanlagen sind das I-Tüpfelchen! Hier werden wir es uns in den nächsten beiden Wochen gut gehen lassen!  

Nach einem ersten dramatischen Sonnenuntergang, den wir von unserer Aussichtsterrasse bei einem Gläschen Rotwein aus La Palma genießen, kochen wir abends Gambas in Knoblauch-Sahnesoße und Spaghetti und schwelgen unter einem unfassbar klaren Sternenhimmel, den wir bisher in dieser Intensität nur in Afrika erleben durften. La Palma gehört tatsächlich zu den drei weltweit besten Orten zur Sternenbeobachtung, was an der besonderen Orographie der Insel liegt: Sie ist besonders klein, aber bezogen auf die Grundfläche sehr hoch, mit einem Krater in der Mitte. Die Passatwinde sorgen für eine staubfreie, trockene und turbulenzarme Luft. Man muss nicht einmal auf den höchsten Berg der Insel nachts fahren, um Tausende funkelnde Sterne inklusive Milchstraße bewundern zu können. Selbst hier in Tijarafe stört erstaunlich wenig Streulicht den Blick, wenn denn keine Wolken die Sicht beeinträchtigen.


30 sec., f/3,5 ISO 1600; 10mm (Sigma 10-20 mm, F3,5 EX DC HSM)

4. November 2018
Nach einem aussichtsreichen Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Puntagorda zum Bauernmarkt. Unterwegs kaufen wir in der sehr empfehlenswerten Biotienda Marisa, unmittelbar an der LP-1 gelegen, Gemüse, Kräuter und weitere Zutaten ein. Die freundliche Inhaberin erklärt uns, dass es den Laden seit 2015 gäbe, daher kannten wir ihn noch nicht! Auf dem Bauernmarkt von Puntagorda sind hingegen mehr oder weniger die selben Stände wie schon vor vier Jahren zu finden, zwei deutschen Bäcker, Gemüse-, Käse- und Olivenhändler und natürlich die „Esoterik-Abteilung“, die mit brennenden Räucherstäbchen die Markthalle einnebeln und an vergangene Zeiten erinnern. Hier sind Schmuck und Kunsthandwerk, überwiegend produziert von deutschen Immigranten, zu finden. Wir decken uns mit Oliven, Käse, frischem Walnuss-Brot vom deutschen Bäcker sowie einer leckeren Mojo verde con Almendras ein.

Corinna plagt sich seit Tagen mit einer Angina herum und muss sich noch schonen, so dass ich mich nachmittags alleine auf die erste kleine Wanderung begebe. Wir verwenden zur Planung der Wanderungen auf La Palma den Rother- sowie den Michael Müller Wanderführer. Beide Bücher sind empfehlenswert und hilfreich.

Von Tijarafe gibt es einen Rundweg, der hinab zur Piratenbucht führt. Über einen steinigen Pfad geht es durch den Barranco del Pueblo zunächst in Serpentinen rund 600 Höhenmeter abwärts. In die eindrucksvolle Felsenbucht Poris de Candelaria peitscht an diesem Tag heftig die Brandung, so dass ich meinen ursprünglichen Plan, ein erfrischendes Bad im Meer zu nehmen, verwerfe. In der senkrechten Felswand befinden sich in Höhlen eingelassene, einfache Fischerbehausungen, allerdings immerhin mit Strom und fließend Wasser ausgestattet.

Nach einer kurzen Pause mache ich mich auf den Rückweg, der mich über die asphaltiere Piste in Serpentinen steil aufwärts zurück zum Ausgangspunkt führt.

Abends grillen wir die leckeren Koteletts vom Schlachter aus Los Llanos, dazu gibt es Rosmarinkartoffeln. Zu Hause würden wir Schweine Koteletts nicht anrühren, aber in dieser Qualität sind sie ein Gaumenschmaus. Leider präsentiert sich der Sternenhimmel heute nicht so eindrucksvoll wie gestern: Es nieselt durchgehend, und die Temperaturen sind bei weitem nicht mehr so angenehm.



5. November 2018
Da es heute bewölkt ist und Corinna noch immer nicht auf dem Damm ist, beschließen wir, zunächst nach Los Llanos zu fahren, um für Corinna eine Lesebrille und eine defekte Schnalle für den Wanderrucksack zu ersetzen. Die bunt getünchten Hausfassaden mit ihren malerischen Holzbalkonen geben auch dieses Mal in dem lebhaften Städtchen attraktive Fotomotive ab.

Auf dem Weg in Richtung Süden lassen wir die unansehnliche Touristenhochburg Puerto Naos links liegen und wenden uns der größtenteils „illegal“ errichteten Siedlung El Remo zu. In einem der Kioscos am Meer, El Charco, essen wir aussichtsreich zu Mittag, frische Seezunge bzw. Pulpo. Die von Lavagestein geprägte Küste ist schroff, hat aber ihren Reiz.

f/16 ISO 100; 35mm; 5 sec.ND 1000x Filter

Unser heutiges Ziel sind die Salinas de Fuencaliente am Südzipfel der Insel. Von hier sind drei kanarische Inseln, La Gomera, El Hierro sowie Teneriffa mit seinem markanten Vulkan Teide auszumachen. Die Quadratischen Becken der Salinas sind gefüllt mit rötlich schimmerndem Salzwasser, was durch Salinenkrebse (Artemia salina), die sich von salzresistenten Mikroorganismen ernähren, verursacht wird. Flamingos erhalten ihre Färbung durch den Verzehr dieser Krebse. Für ornithologisch Interessierte sind die Salinen gerade zu dieser Jahreszeit außerordentlich spannend. Sie sind so etwas wie ein „All-Inclusive Hotel“ für Zugvögel, da die Salinen ihnen Ruhe, Nahrung und sogar Brutplätze bieten. Insbesondere Watvögel rasten hier und wühlen im Schlamm an den Rändern der Becken auf der Suche nach Nahrung. Ab November wird die Salzproduktion in den Salinen eingestellt, so dass die Vögel völlig ungestört sind. Wir entdecken zahlreiche Steinwälzer, eine Spezies, deren Bestand als stark bedroht gilt. Die Vögel sind zur Zeit natürlich nicht so farbenfroh, da keine Paarungszeit ist und sie daher nicht ihr orangefarbenes Prachtkleid tragen. Erst im September haben wir zwei Ornithologen auf Madeira getroffen, die extra nach Madeira geflogen sind, um diesen Vogel zu fotografieren. Hier laufen sie in einer großen Kolonie herum und lassen sich aus allernächster Nähe beobachten. Auch vereinzelte Grünschenkel, Sandregenpfeifer und weitere Watvögel können wir identifizieren. Mit viel Glück kann man sogar Flamingos in den Salinen beobachten.






Am Abend in unserem Casa wärmen wir das vorgekochte kanarische Kaninchen auf – als Vorspeise gibt es für mich extrem leckere Kaninchenleber mit Äpfeln und Zwiebeln, alles andere als Corinna Leibgericht, so dass sie sich auf Tomaten mit Zwiebeln und kanarischem Käse beschränkt.



6. November 2018
Auch heute Morgen verwöhnt uns das Wetter in Tijarafe nicht gerade. Da Corinnas Gesundheitszustand noch nicht annähernd eine ausgedehnte Wanderung zulässt, fahren wir einfach hoch hinaus über die Wolken, um Sonne zu genießen. Irgendwo auf La Palma herrscht immer gutes Wetter – dieser Weisheit folgend haben wir uns auf der Wetterseite hdmeteo schlau gemacht und unser heutiges Ziel ausgewählt.

Einen Ausflug auf den Roque de los Muchachos, den mit 2.426 Metern höchsten Berg auf La Palma, haben unglücklicher Weise heute eine Menge anderer Leute auf dem Plan - Heerscharen von Menschen bevölkern den Mirador. Der gigantische 1.500 Meter tiefe Vulkankessel der Caldera de Taburiente ist angefüllt mit einer wabernden Wolkenschicht! Die Sicht auf die am Bergkamm angeordneten Sternen-Observatorien wird immer wieder durch dichte Wolkenschichten verdeckt. Wir genießen einfach eine ganze Zeit lang die spektakuläre Szenerie und schießen Timelapse Aufnahmen von den Wolkenformationen in der Caldera.

Auf dem Rückweg bewundern wir noch die gigantischen Teleskope mit ihren riesigen Parabolspiegeln, die einen Durchmesser von bis zu 17 Metern aufweisen. Kaum zu glauben, dass sich diese Monstren über Motoren ziemlich schnell bewegen lassen, um Sternformationen zu verfolgen. Wir wollen unbedingt in diesem Urlaub auch noch einmal nachts hier hinauf kommen, jedoch ist der Ausflug von Tijarafe immer mit Aufwand verbunden: Mindestens eine ganze Stunde über eine schmale Serpentinenstraße muss man schon veranschlagen. Der ganze Bereich rund um die Observatorien wird nachts für den Autoverkehr gesperrt, und man darf auch nicht mit Fernlicht den Berg hinauf fahren, um nicht die Messungen zu stören.

Den Rest des Tages verbringen wir in unserem Häuschen und hoffen darauf, dass endlich der Dauerregen nachlässt! Da wir etwas durchgefroren sind, lassen wir ein Feuerchen im Kamin lauschig lodern. Mit einem unserer traditionellen spanischen Lieblingsgerichte, Orangenhuhn mit Chorizo, beenden wir den Abend.


7. November 2018
Der Tag beginnt wie immer mit einem aussichtsreichen Frühstück auf unserer zumeist am Morgen sonnenüberströmten Terrasse. Wir bereiten täglich einen Obstsalat und frisch gepressten Orangensaft von heimischen Früchten zu - welch Vitaminschock am frühen Morgen!

Unsere erste kleine gemeinsame Wanderung führt uns von Tacande zum Llano del Jable (Streckenbeschreibung hier). Wir parken einen Kilometer oberhalb des Ortes am SL 100, um den Aufstieg durch das Dorf über das Asphaltsträßchen zu verkürzen. Zunächst geht es über einen Forstweg stetig aufwärts durch einen lichten Kiefernwald. Ungefähr nach einer Stunde erreichen wir Llano del Jable, eine Hochebene, die aus Lavaasche besteht. Lavaasche ist feines Auswurfmaterial, das bei Vulkanausbrüchen aus flüssigem Magma entsteht, indem es bei der Explosion des Vulkans in der Luft in feinste Teile zerrissen wird und dann zu Boden fällt. Der vor uns liegende Quemada Vulkan hat eine perfekte, kegelförmige Gestalt und prägt die malerische, hügelige Lava-Landschaft.

Durch den Lavastrom des Quemada Vulkans laufen wir nun abwärts, der Cumbre Nueve entgegen. Leider lässt sich das für die Cumbre typische Phänomen der Cascada de nubes (Wolkenwasserfall) heute nicht beobachten. Bei entsprechenden Wetterbedingungen wälzt sich eine geschlossene Passatwolkenschicht über den Bergkamm und löst sich auf der Westseite durch die Erwärmung schnell auf. Von diesem Naturspektakel lassen sich einmalige Timelapse Aufnahmen schießen, leider tut uns das Wetter heute nicht den Gefallen. Die Wolken ziehen viel zu hoch in einer dichten Wand über den Bergkamm. Der Weg durch den Lavastrom geht über in einen Waldweg, über den wir schließlich unseren Ausgangspunkt erreichen.

Wir stoppen auf dem Rückweg in El Paso beim sehr gut sortierten HiperDino. Es gibt eine passable Frischfischabteilung und auch Gemüse, Käse und Fleisch können wir für unser heutiges Dinner hier hervorragend einkaufen. Als Vorspeise gibt es einen superfrischen zwei Kilo schweren Pulpo, von dem wir noch zwei weitere Tage essen können. Hauptgang ist ein Alfonsino in Salzkruste – lecker, lecker!

Weil der Pulpo so extrem gut gelingt und butterweich ist, hier das Rezept zum Nachkochen:
1. Haut und harte Teile vom Körperbeutel entfernen; Auge und Mundwerkzeug herausschneiden.
2. Pulpo abspülen und tropfnass in einen großen Topf geben. Zerdrückte Knoblauchzehen, Lorbeerblätter, eine Chillischote ohne Kerne sowie Olivenöl hinzugeben.
3. Das Ganze einmal kurz aufkochen lassen und anschließend 1:45 Stunden bei mittlerer Hitze weichkochen. Test mit spitzem Messer machen, ob der Pulpo weich ist.
4. Staudensellerie und Knoblauchzehe in feine Scheiben schneiden und in Olivenöl sanft andünsten, keinesfalls braun werden lassen; Salz und Pfeffer hinzugeben. Mit Weißwein ablöschen.
5. Pulpo mit dem Gemüse anrichten und mit Olivenöl beträufeln.


8. November 2018

Heute verschlägt es uns in den dünn besiedelten Norden der Insel. Santo Domingo, unser Ausgangspunkt, ist ein sympathisches kleines Örtchen, in dem es offenbar auch eine starke deutsche "Gemeinde" gibt. Dennoch hat der Ort Charme, insbesondere die Iglesia Nuestra Señora de La Luz aus dem 16. Jahrhundert mit dem davor gelagerten Kirchplatz und der in einer Allee angeordneten Palmen.

Wir wollen eine kleine Rundtour zu den Dragos Salvatierra unternehmen. Zunächst geht es über ein steiles, uraltes  Kopfsteinpflaster Sträßchen parallel zum Barranco la Luz aufwärts bis zur Fuente La Huerta. Für eine blaue Wanderung kommen wir auf dieser Passage ganz schön ins Schwitzen. Nachdem wir die Casas El Jaral passiert haben, führt ein kleiner Pfad abwärts zu den Dragos. Wir verlassen den ursprünglichen Wanderweg und nehmen den überwachsenen Pfad hinein in den Barranco, um näher an die imposanten Drachenbäume heranzukommen. Von der gegenüberliegenden Talseite hat man einen phantastischen Blick auf den kompletten Dragohain.

Wir folgen einem Asphaltsträßchen, das uns hinunter zum GR 130 Wanderweg führt. An einem verfallenen Gehöft legen wir mit tollem Blick auf die Küste unsere Mittagspause ein.

Auf dem Küstenweg wandern wir zurück zu unserem Ausgangspunkt und durchqueren dabei den lauschigen Barranco la Luz direkt unterhalb von Santo Domingo.

Heute Abend soll es auf den Roque de los Muchachos gehen, um den einmaligen La Palma Sternenhimmel von dort aus zu bewundern. Der Zeitpunkt ist perfekt, gestern war Neumond! Zunächst fahren wir aber zum etwas abgelegenen Restaurant Tasca in El Castillo, mehr oder weniger auf halbem Weg zum Roque. Wir bestellen Rinderbouletten mit Steinpilzen, solide Hausmannskost, die allerdings auch keine Begeisterungsstürme auslöst.

Der Abstecher auf den Roque de los Muchachos ist leider eine herbe Enttäuschung, da das Wetter nicht mitspielt. Nieselregen verhagelt uns im wahrsten Sinne des Wortes die geplanten ultimativen Nachthimmelfotos. Als wir nach Tijarafe zurückkommen, stellen wir fest, dass wir uns die Serpentinenstraße hinauf auf den Berg getrost hätten sparen können, da wir von unserem Casa aus einen absolut lupenreinen Nachthimmel mit einer spektakulären Milchstraße erleben dürfen! Ausgiebiges Stargazing mit Fotosession folgt - sogar eine Sternenspirale vom Haus aus zu schießen ist möglich!

f/3,5 ISO 1600; 10mm; 20 sec. (Sigma 10-20 mm, F3,5 EX DC HSM)

f/3,5; ISO 200; 10mm; 30 min. (Sigma 10-20 mm, F3,5 EX DC HSM)


9. November 2018
Eine sehr aussichtsreiche Tour führt von El Barrial auf den Pico Bejenado – normaler Weise, jedoch heute ist alles anders. Doch der Reihenfolge nach. Wir stellen unser Auto auf dem Forstweg bei El Barrio an einem Taxischild ab – viel zu früh, wie wir später feststellen. An dieser Stelle geht die geteerte Straße in einen Forstweg über. Diesem folgen wir gut zwanzig Minuten und stellen dann fest, dass der im Rother Wanderführer beschriebene Parkplatz erst sehr viel später kommt!

Wir wechseln von der gemütlich ansteigenden Forststraße auf einen steileren Pfad und erreichen nach einer guten Stunde die Kammhöhe bei El Rodeo. Theoretisch hat man von hier aus einen phantastischen Blick in die Caldera – leider versperrt uns dichter Nebel jegliche Sicht! In einer weiteren halben Stunde erreichen wir den Gipfel des Pico Bejenado. Auch hier ergibt sich das gleiche Bild, wir sehen kaum die Hand vor Augen! Immerhin entschädigen uns Kolkraben und Buchfinken, die sich für die Krümel unserer wohlverdienten Pausenbrote interessieren.

Auf gleichem Weg wandern wir
zurück nach El Rodeo und dann weiter über den Kammweg zum Roque de los Cuevos. Sicher hätte man auch hier bei entsprechendem Wetter eine wunderbare Aussicht hinein in die Caldera. Über einen Waldpfad geht es in Serpentinen abwärts zum Ausgangspunkt. Wir sind nach 820 Höhenmetern Auf- und Abstieg und gut 3,5 Stunden reiner Wanderzeit ziemlich platt.

Am Abend gibt es ein leckeres Resteessen mit dem eingefrorenen Pulpo, dieses Mal mit einer Variante zubereitet: Den leckeren intensiven Pulpo-Sud verwenden wir zum Ablöschen des gedünsteten Gemüses (Paprika, Zwiebeln, Knoblauch) und fügen anschließend die Pulpo-Stückchen hinzu. Als Hauptgericht gibt es das aufgewärmte Kaninchen. Noch einmal können wir den grandiosen Sternenhimmel über unserem Casa bewundern.

f/3,5 ISO 1600; 10mm; 15 sec. (Sigma 10-20 mm, F3,5 EX DC HSM)


10. November 2018

Heute ist Ruhetag und wir machen eine Inselrundfahrt – und zwar die Nordrunde. Wir fahren durch den Cumbre-Tunnel in die Inselhauptstadt Santa Cruz und starten mit einem kurzen Bummel durch das sympathische, kleine Städtchen, das wir in unserem Bericht 2014 schon ausführlich beschrieben haben.


 
Auf dem Weg nach Norden halten wir in San Andres, ein zauberhaftes kleines Dörfchen, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, Tourismus Fehlanzeige, anstatt dessen alte farbig getünchte Herrenhäuser mit schmucken Balkonen. Wir entdecken auf dem Kirchplatz das lauschige Restaurant San Andres, in dem wir in der Häuserflucht zwischen Kirche und Restaurant und mit Blick auf das glitzernde Meer entspannt etwas zu Mittag essen, Chipirones mit Paprika und Zwiebeln.



Über eine aussichtsreiche Promenade gelangen wir nach einem kurzen Spaziergang zum Charco Azul, einem Meeresschwimmbecken aus Lava-Gestein, in das die Brandung hineinrauscht. Natürlich lassen wir uns nicht zweimal bitten und nehmen ein Bad in dem kristallklaren Pool. Auf einer Betonplattform aalen wir uns anschließend eine Weile in der Sonne.

Weniger lohnend ist hingegen im weiteren Verlauf unserer Runde der Abstecher zur Laguna de Barlovento, dem größten Stausee der Insel, der in einen erloschenen Krater hineingebaut worden ist. Es gibt einen Zeltplatz und ein Restaurant. Die Anlage wirkt etwas heruntergekommen, einige Palmeros feiern dennoch feucht-fröhlich das Wochenende. Im Teich sind ausschließlich Warzenenten auszumachen, nicht jedoch, wie im Reiseführer beschrieben, eine Vielzahl an Wasservögeln.



Wir schließen unsere Runde über die kurvenreiche LP-1 an der Nordküste in Richtung Puntagorda und machen uns einen ruhigen Abend in unserem Casa bei selbstgemachter Spaghetti Bolognese und einem Gläschen Ribeira del Duero.




11. November 2018
Wir haben heute eine eigene Variante der Ruta de los Volcanes geplant
und können eines vorab verraten: Die von uns gewählte Tour ist wesentlich besser als die von den meisten Wanderern auserwählte Streckenwanderung von El Pilar nach Los Canarios, die wir auch 2014 gemacht haben! Man erspart sich letztlich den etwas eintönigen und sehr langen Abstieg durch endlose Kiefernwälder nach Los Canarios.
 
Am Refugio El Pilar, dem Ausgangspunkt unserer heutigen Wanderung, ist es urplötzlich neblig, obwohl der Morgen über den Bergen noch so sonnig aussah! Das Wetter ändert sich auf La Palma rasend schnell und man sollte jederzeit darauf vorbereitet sein. Wir befürchten schon, dass wir wieder den ganzen Tag im Nebel wandern müssen, doch schon nach einer halben Stunde setzt sich die Sonne auf einem Lavafeld durch und hüllt den vor uns liegenden Wanderweg zusammen mit den Nebelschwaden in ein mystisches Licht.

Am Fuße des Roque Namroque erreichen wir ein ausgedehntes hügeliges Lavafeld und erblicken die aus einem Wolkenmeer herausragende Spitze des Teide auf Teneriffa. Aus dem unter uns liegenden Kiefernwald wabern die Nebelschwaden und sind im nächsten Moment bereits wieder verschwunden – was für eine einzigartige Szenerie! Immer wieder müssen wir anhalten, um das Spiel von Licht und Schatten, von Sonne und Nebel zu bewundern und per Timelapse festzuhalten.

Wir umrunden nun die Vulkankrater des Duraznero und des Deseada und über einen steilen Anstieg durch ein Lavafeld gelangen wir zum Kratergipfel mit herrlichen Tiefblicken. Unter uns der Schlund des erloschenen Kraters sowie das durch ein Wolkenmeer verborgene Tal von Los Llanos, auf der anderen Kammseite das Panorama von Santa Cruz und Teneriffa. Natürlich gibt es ein Gipfelfoto auf dem Vulkan, bevor wir uns auf den Rückweg machen.


Der Rückweg führt uns nach der Ostumrundung des Deseadas hinauf zum Montana de Charcos – es ist die weit aus abwechslungsreichere Variante, als wenn man wie auf dem Hinweg über den GR 131 zurückwandern würde! Noch einmal genießen wir die malerische Vulkanlandschaft vom Kammweg aus, bevor auch wir in den Kiefernwald zurück auf den GR 131 absteigen, um zu unserem Auto zurück zu gelangen. Wir hätten auch über den Montana la Barquita und den Pico Birigoyo zurückwandern können, jedoch wollen wir uns die weiteren Auf- und Abstiege heute ersparen. Im Refugio El Pilar feiern zahlreiche einheimische Familien unterdessen das Wochenende, die Erwachsenen plaudern an den dampfenden Grillstellen und trinken Bier, während die Kinder über den Spielplatz toben.


Wir sind uns absolut einig, dass diese Wanderung eine der spektakulärsten ist, die wir jemals erlebt haben. Sicher spielt das Wetter eine gewichtige Rolle, denn wir haben auf dem Kamm strahlenden Sonnenschein gehabt, während unter uns das Wolkenmeer einen kontrastreichen Rahmen abgab.

Am Abend fahren wir nach Puntagorda und essen im Restaurant Jardin de los Naranjos. Der Name des Restaurants ist hier Programm, denn viele Gerichte enthalten Orangen, so wie der von uns bestellte Salat, als auch das Rinderfilet, das seinen Pfiff durch die leckere Orangen-Sahnesoße erhält.

Auf dem Rückweg halten wir am Mirador El Roque, um den Sternenhimmel über den imposanten Dragos anzuschauen. Durch die Illumination des Miradors und der Dragos eigent sich der Standort allerdings nur bedingt für ambitionierte Sterngucker und -fotografen!


15 sec., f/3,5 ISO 160; 10mm (Sigma 10-20 mm, F3,5 EX DC HSM)


12. November 2018
Wir lassen den Tag sehr ruhig beginnen, kaufen im Bioladen Marisa sowie im Spar in Tijarafe erst einmal ein. Gegen Mittag raffen wir uns auf zu einer Südumrundung der Insel. Unser ursprünglicher Plan, am Roque de los Muchachos zu wandern, lassen wir wegen des dichten Nebels aus, was uns durch die Web-Kameras angezeigt wird. Erster Halt ist noch einmal El Remo, um in einem der Kioscos zu Mittag zu essen. Der Kiosco 7 ist und bleibt für uns erste Wahl, viel gepflegter als die anderen Strandlokale und mit dem besten Blick.

 

f/16 ISO 100; 35mm; 5 sec.; ND 1000x Filter 

Noch einmal machen wir in Fuencaliente an den Salinen Halt und fahren dann über die LP 206 in Richtung Santa Cruz. Dabei passieren wir viele lauschige kleine Örtchen mit schön renovierten Patrizier-Häuschen. Kurz hinter dem Weinörtchen Mazo biegen wir ein in die LP 301, der ehemaligen Ost-West-Verbindung, bevor der Tunnel erbaut wurde. Wir winden uns gemächlich hinauf auf den Kamm der Cumbre Vieja. Die komplette östliche Bergseite liegt dabei in dichtem Nebel; erst am Llano de Jable lichtet er sich ein wenig und wir erfreuen uns vom Mirador aus am Sonnenuntergang.


13. November 2018
Eine der großartigsten Streckenwanderungen La Palmas steht heute auf unserem Programm. Die Tour von Santo Domingo nach El Tablado gehört zur Camino Real de la Costa, dem rot gekennzeichneten Königlichen Küstenweg (GR 130), über den man in 142 Kilometern die komplette Insel umrunden kann.

Den ersten Kilometer zu den Dragos Salvatierra kennen wir bereits, die Passage ist jedoch so schön, dass man sie gut und gerne auch mehrmals wandern kann. Von jetzt an verläuft die Stecke über Jahrhunderte alte Wanderwege durch zahlreiche Barrancos, ein stetiges Auf und Ab! Dazwischen liegen die Weiler El Palmar und El Mudo. Durch den Barranco de Domingo Diaz steigen wir auf zu den schon von weitem sichtbaren Windrädern von Juan Adalid.

 

Ein weiterer Barranco muss bewältigt werden, bevor wir zum Weiler Don Pedro gelangen. Die Landflucht ist auch in diesem abgelegenen Nest unverkennbar! Am Ortsausgang befindet sich der großartige Mirador de Cabezeda, wo wir eine ausgedehnte Mittagspause einlegen.


Bereits vom Mirador kann man den weiteren Streckenverlauf in den Barranco Fagundo auf sich wirken lassen. Es folgt der mit Abstand anstrengendste aber auch spektakulärste Abschnitt der Wanderung: Rund 300 Höhenmeter gilt es nun steil abwärts in Serpentinen in die Schlucht abzusteigen, fast bis auf Meeresspiegel Niveau. Vom Wendepunkt aus können Hartgesottene noch durch den Schluchtgrund in 1,5 Stunden hinab zum Meer und wieder zurück laufen. Wir ersparen uns diese Bonusstrecke und rufen anstatt dessen den örtlichen Taxifahrer in Santo Domingo an, um das Taxi für die Rückfahrt zu bestellen (die Schilder mit den Rufnummern des Taxifahrers hängen in Santo Domingo und El Tablado am jeweiligen Einstieg in den Wanderweg). Der Aufstieg aus dem Barranco Fagundo nach El Tablado ist steil und extrem schweißtreibend und anstrengend.


Der kleine Weiler El Tablado besteht nur aus wenigen Häusern. Nur sehr wenige Familien wohnen noch hier, einige Häuser werden wohl als Zweit- oder Ferienwohnung genutzt. Immerhin gibt es ein kleines Restaurant, das wir jedoch links liegen lassen, da das Taxi bereits auf uns wartet. Eine halbe Stunde dauert die Fahrt zurück nach Santo Domingo (25,-- €), von wo wir uns auf den Rückweg nach Tijarafe machen.


14. November 2018

Noch einmal zieht es uns hoch hinaus zum Roque de las Muchachos. Das Wetter scheint perfekt, die Sicht ist klar. Wir wollen auf dem Kraterrand vom alten Parkplatz des Mirador de los Andenes in Richtung Pico Nieve wandern. Der Tiefblick in die Caldera de Taburiente bleibt uns aufgrund der geschlossenen Wolkendecke verwehrt, dafür erfreut uns einmal mehr das sich rasend schnell verändernde Wolkenspiel unter uns.

Der Kammweg, der gesäumt ist von leider längst verwelkten Natternköpfen, ist ein ständiges Auf- und Ab, allerdings ohne die ganz heftigen Anstiege. Hinter uns liegen die Observatorien am Roque de los Muchaches, die vom Nebel umspielt werden, vor uns entlang des Kamms wie auf einer Perlschnur aufgereiht die Gipfel vom Pico de la Cruz, Piedra Llana und Pico Nieve. Am Horizont schaut die imposante Spitze des Teide aus der Wolkendecke hervor.

Am aussichtsreichen Pico de la Cruz machen wir eine kleine Pause, bevor wir den Aufstieg auf den nächsten Gipfel, den Piedra Llana angehen. Dort angekommen, entscheiden wir, dass die Weiterwanderung zum Pico Nieve nicht lohnenswert ist, da dieser im dichten Nebel liegt. Auch wenn auf dem Rückweg über den Kraterrand der Caldera kaum große Anstiege zu absolvieren sind, so geht das ständige Auf und Ab über Geröllwege dennoch in die Knochen, so dass wir die 12 Kilometer bei Ankunft am Auto sehr wohl merken!



15. November 2018
Tatsächlich haben wir heute beide einmal Lust auf einen Strandtag! Also fahren wir nach Puerto Tazacorte, wo es einen relativ leeren und schönen schwarzen Lava-Sandstrand gibt. Wir mieten zwei Liegen, verbringen den Tag mit Lesen und ich wage sogar ein Bad im gar nicht mal so kalten Atlantik! Am Mittag  essen wir in der Taberna del Puerto – nichts Überragendes, aber immerhin ein akzeptables frisches Fischgericht mit schöner Aussicht auf das Meer.

Zurück am Strand hat der Wind extrem aufgefrischt und wir werden regelrecht gesandstrahlt! Kurzerhand entschließen wir uns doch noch zu einem kleinen „Spaziergang“.
Wir fahren hoch zum El Cumbrecito – ab 16 Uhr benötigt man kein „Permit“ mehr. Ansonsten muss man für die 25 zur Verfügung stehenden Parkplätze online eine Reservierung vornehmen. 
Auf dem einfachen, rund drei Kilometer langen Rundweg kommen wir an zwei Aussichtspunkten vorbei, dem Mirador de los Roques und dem Mirador Lomo de las Chosas. Von beiden kann man auf das Caldera-Massiv schauen, dass sich heute völlig wolkenfrei präsentiert! Noch einmal vollziehen wir unseren gestrigen Wanderweg nach und identifizieren die Gipfel, die wir erklommen haben.

Auf dem El Cumbrecito Parkplatz ist mittlerweile ein Reisebus angekommen und schon wenig später bevölkert die gesamte Busladung, ganz offensichtlich Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes, den Wanderweg. Wir flüchten in Richtung Parkplatz und fahren zurück zu unserem Casa, wo wir einen gemütlichen Abend verbringen.



16./17. November 2018
Unsere letzte Wanderung wollen wir noch einmal in vollen Zügen genießen. Wir entscheiden uns für eine weitere Etappe des Camino Real de la Costa, von Puntagorda nach Santo Domingo. Unser Auto parken wir an der Landstraße LP 1 an einer Bushaltestelle oberhalb von Puntagorda. Schon nach wenigen Minuten erreichen wir den spektakulären Barranco Izcagua und steigen hinab bis zum Grund der Schlucht und auf der anderen Seite wieder hinauf ins Dörfchen Las Tricias. Wir machen einen kleinen Abstecher zur Gofio-Mühle, in der sich mittlerweile ein Museum befindet.

Anschließend geht es auf einem steilen gepflasterten Pfad in das landschaftlich sehr reizvolle Tal steil abwärts – eine harte Probe für die Knie. Wir gelangen zur Finca Aloe, wo man Kaffee oder einen frisch gepressten Saft bestellen kann! Für uns kommt die Pause allerdings noch zu früh, so dass wir unseren Weg direkt fortsetzen. Auch den kurzen Umweg zu den Buracas alte Höhlen, die von den Ureinwohnern La Palmas bewohnt wurden, nehmen wir noch mit.

Nach einem kurzen Stück auf der Landstraße LP 114 steigen wir hinab in den Barranco de Briesta und müssen nun auf den Cueva del Agua hinaufklettern – eine erneut schweißtreibende Angelegenheit. Es folgen noch weitere kleinere Barrancos, die üppig grün überwachsen sind und passiert werden müssen, bevor wir die erneut die wenig befahrene Landstraße erreichen, über die wir in knapp drei Kilometern nach Santo Domingo gelangen. Mit dem Taxi (22 €) erreichen wir schließlich wieder unserem Ausgangspunkt in Puntagorda.

Unser Abschiedsessen hat eigentlich einen madeirischen Ursprung, ist dennoch auch auf den Kanaren oberlecker: Wolfsbarsch (auf Madeira nehmen wir Degenfisch) mit einer Maracuja-Sahnesoße!

Am nächsten Morgen geht es bei Starkregen in Richtung Flughafen – so fällt der Abschied unseres zweiten Aufenthaltes auf der Insel nicht ganz so schwer - und in Richtung Heimat, wo ein radikaler Temperatursturz und beginnendes Winterwetter auf uns wartet!

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